Ich bin dann mal weg...
20.02.2019, 4:15 Uhr: mein Wecker klingelt. Sofort steigt in mir die Aufregung - heute geht es endlich los. Ich kann es kaum fassen. So lange habe ich nun auf diesen Tag gewartet und hingearbeitet und nun ist er da. Der Tag aller Tage. Der Tag der Abreise...
Ein letztes Mal geht es von zu Hause nach Wien. Dieses Mal aber im Auto mit meinem Papa und meinem Freund. Ans Schlafen ist während der gesamten Autofahrt nicht mehr zu denken. Im Kopf male ich mir die gesamte Zeit aus, wie wohl dieser Tag ablaufen werden würde. Wer genau holt uns ab? Fahren wir sofort in unser Projekt nach Hyderabad? Wie reagieren wohl die anderen Volontäre und die Kinder auf uns? Wird mir der Abschied leicht fallen?...
Am Flughafen angekommen, treffe ich auch sofort auf die drei weiteren Indien-Volontäre von meinem Vorbereitungskurs: Sophie (ebenfalls in meinem Projekt in Hyderabad), Tabea und Hannah (sie werden im Projekt in Vijayawada untergebracht sein). Allesamt sind wir sehr aufgeregt und freuen uns, dass es endlich losgeht!


Die Zeit am Flughafen vergeht einfach viel zu schnell und nach etwa eineinhalb Stunden
heißt es auch schon Abschied nehmen von meinen Eltern, meiner Schwester und
meinem Freund. In dem Moment, als ich realisiere, dass ich nun durch die
Sicherheitskontrolle gehen werden und für ein ganzes Jahr weg sein werden,
kullern mir auch schon die ersten Tränen über die Wange. Meiner Familie geht es nicht anders. Wir teilen ein letztes Mal innige Umarmungen, liebevolle
Küsse und herzliche Worte... dann geht es auch schon los, ich passiere die erste
Ticketkontrolle und beginne nun ein Jahr voller schöner Erfahrungen, Höhen und
Tiefen und neuer Eindrücke.