ein neues Abenteuer wartet auf mich

25.09.2019

Neues Projekt - neue Erfahrungen.

Ganz richtig gelesen: ich wechsle erneut in ein anderes Projekt. Eigentlich ist das ganz und gar nicht normal, aber ich hab mich dazu entschieden für die letzten Monate noch einen anderen Weg einzuschlagen. Das geht natürlich nicht einfach so nach Lust und Laune. Dafür brauchte es schon die Zustimmung meiner österreichischen Organisation und den Projektpartner und natürlich auch Gründe.

Ich habe euch ja schon bereits einen kleinen Einblick in das Projekt in Ramanthapur gegeben. Die Boys sind mir wahnsinnig ans Herz gewachsen. Diesbezüglich würde ich gerne noch viel mehr Zeit und Erlebnisse mit ihnen teilen. Eigentlich kann ich es mir daher auch überhaupt nicht vorstellen die letzte Zeit ohne sie zu verbringen. Aber es gibt da auch noch den Aspekt der Auslastung in seinem Einsatz:

Das Projekt ist so aufgebaut, dass es einen sehr strikten Timetable gibt und die Kinder tagesüber durchgehend beschäftigt sind. Die Schoolboys kommen erst um 16:30 von der Schule zurück und die Tradeboys arbeiten den ganzen Tag in ihren Lehrstätten, bis um 17:00 die Games Time beginnt. Somit ist für uns Volos eigentlich kaum etwas zu tun. Im Ganzen hatten wir nur drei Stunden pro Tag, in denen wir aktiv etwas mit den Jungs machen konnten - nicht gerade viel und für mich auch nicht ausreichend. Leider konnten wir mit den Fathers nicht mehr Zeit herausschlagen und Arbeit außerhalb des Projektes war auch keine passende zu finden. Nach laaaaaangem Hin und Her habe ich mich dann wirklich schweren Herzens dazu entschieden, erneut ein kleines Abenteuer zu beginnen. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge habe ich mich dann am 22.09. auf den Weg nach Vijayawada gemacht, um dort in Don Bosco Projekten arbeiten zu können.

Der Abschied war alles andere als leicht. Die Jungs waren so enttäuscht, dass ich schon früher gehen werde. Die meisten hatten mit dem Projektwechsel überhaupt nicht gerechnet und konnten den Grund auch nicht wirklich nachvollziehen: "Sister, just say that you are sick and that you can´t come." Das ist nur einen Aussage von vielen, die mir den Abschied von dort echt ziemlich erschwert haben. Wie schon so oft gesagt, sind diese Jungs einfach meine Lieblinge, Schützlinge und guten Freunde!!

Doch mir war es einfach auch wichtig, meine letzte Zeit in Indien noch so richtig sinnvoll gestalten zu können. Darum habe ich mich ein weiteres Mal auf den Weg gemacht, was sich innerlich auch definitiv richtig angefühlt hat. In der WG in Vijayawada sind außerdem zwei weitere Volos aus meinem Vorbereitungskurs untergebracht, die mich mit sechs weiteren herzlich empfangen haben. Also eine große, coole Volo-Community, auf die ich mich schon sehr gefreut habe. Genau so wie auf all die neuen und herausfordernden Erfahrungen, die auf mich zukommen werden. Ich bin auf jeden Fall bereit. Bereit auf geile letzte Monate!!

Dinesh: "Sister, will you remember me?" Me: "Dinesh, how should I ever forget you?"

Vermissen tu ich meine Burschen sehr! Kaum zu glauben, dass sie denken, ich könnte sie jemals vergessen...

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